Zusammenleben der verschiedenen Geschlechter in Tirol

Wie erleben Sie das Zusammenleben der Geschlechter in Tirol? Erleben Sie Diskriminierung bzw. Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts? Gibt es Aspekte im täglichen Aufeinandertreffen, die Sie stören bzw. besonders gut funktionieren? Wie gestaltet sich das Zusammenleben am Arbeitsplatz, in der Freizeit, beim Feiern & in anderen Alltagssituationen?

Im November & Dezember 2021 werden im Auftrag des Landes Tirol Fokusgruppen mit Menschen (m/w/d/i/x), die in Tirol leben, durchgeführt, um Ihre Erfahrungen, Einschätzungen & Perspektiven kennenzulernen.

Die Fokusgruppen zum Thema „Zusammenleben der verschiedenen Geschlechter in Tirol?!“ finden an folgende Terminen statt:

 

  •   2. Dezember 2021, 17.00 - 19.00 Uhr, Anmeldung ab 16.30 Uhr (m/d/i/x)
  •   9. Dezember 2021, 17.00 – 19.00 Uhr, Anmeldung ab 16.30 Uhr (w/m/d/i/x)
  • 16. Dezember 2021, 17.00 - 19.00 Uhr, Anmeldung ab 16.30 Uhr (w/d/i/x)

 

Die Teilnahme an den Fokusgruppen ist freiwillig und erfolgt anonym. Die Fokusgruppen finden aufgrund der aktuellen COVID-Situation als Videokonferenzen statt. Für die Teilnahme zahlen wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 30€.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns unterstützen, Ihre Erfahrungen mit uns teilen und an einer der Fokusgruppen teilnehmen. Wenn Sie Fragen haben oder mitmachen wollen, dann kontaktieren Sie uns gerne!

 

Hier finden Sie alle Informationen zu den Fokusgruppen noch einmal als Flyer.

 

  • Projektpartner: Land Tirol, L&R Sozialforschung

 

Armutsdynamik unter COVID-19

Die Auswirkungen der pandemiebedingten Maßnahmen in Österreich sind aktuell bereits in weiten Bereichen der Gesellschaft sicht- und spürbar. Zu beziffern sind die unmittelbaren Auswirkungen nur schwer, jedoch wird anhand der Arbeitslosenzahlen deutlich, dass sie weitreichend und massiv sind. So sind im Dezember 2020 insgesamt 520.919 Menschen ohne Arbeit, rund 113.000 Personen mehr als im Dezember des Vorjahres. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Arbeitslosen um 37.000 Personen auf 136.3620 erhöht. Österreichweit sind mit Dezember 2020 beinahe 420.000 Personen in Kurzarbeit. Mehr als ein Viertel der Erwerbstätigen mussten aufgrund der Pandemie mit Lohneinbußen, die vorwiegend aufgrund von Kurzarbeit zustande kamen/kommen, leben. Schon während des ersten Lockdowns standen 30 % der Haushalte nur ein geringeres Einkommen zur Verfügung. Weiter wurde die Zunahme armutsgefährdeter Familien schon im Frühjahr 2020 deutlich und verstärkte sich im Jahresverlauf zusehends. Tirol ist von diesen Entwicklungen massiv betroffen. Im Vergleich zu Dezember 2019 waren mit Dezember 2020 um 145.4 % mehr Personen arbeitslos oder in Schulungen des AMS zu verzeichnen. Der Zuwachs bei langzeitbeschäftigungslosen Arbeitslosen liegt in Tirol bei 76.4 % seit Dezember 2019. Die Pandemie als exogener Schock für die Gesundheits- und Sozialsysteme stellt auch eine langfristige Herausforderung auf individueller Ebene dar.

Im Zuge des Projektes soll jenen Menschen eine Stimme gegeben werden, die in den letzten Monaten ihre Arbeit verloren haben, unter starken finanziellen Druck geraten und deren Einkommens- oder Ausbildungsmöglichkeiten weggebrochen sind. Es geht um das Erfassen von Armutserfahrungen, Prekarisierung, Abstiegsängsten bzw. -erfahrungen, Wohnungsverlust oder die Sorge davor. Aber auch resiliente Strategien im Umgang mit diesen Ereignissen unter den krisenhaften Entwicklungen und Auswirkungen der Pandemie sollen beleuchtet werden. Wie haben betroffene Personen/Familien Zugriff auf verschiedene Ressourcen und wie können sie diese in schwierigen Situationen nutzen und verwalten? Der Einfluss sozialer Netzwerke gerät hier ebenso in den Blick wie die vorhandene wohlfahrtsstaatliche Infrastruktur oder individuelle Praktiken des Sparens, der Konsumvermeidung (worauf muss verzichtet werden, wie wird priorisiert) oder Nachbarschaftshilfe.

Anhand einer qualitativen Befragung soll der Input von Betroffenen, aber auch beratenden Instanzen aufgearbeitet und analysiert werden. Wir sind auf Unterstützung angewiesen und laden deshalb dazu ein, mit uns darüber zu sprechen, welche Erfahrungen zu dem Thema gemacht wurden.

Mit April 2021 beginnt das 9-monatige Projekt und die Arbeit an dieser Thematik in Form von qualitativen Interviews mit ehemals wie aktuell Betroffenen und auch beratenden Instanzen. Wer sich angesprochen fühlt und für ein gemeinsames Gespräch bereit wäre, soll sich bitte gerne Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Neben den Interviews gibt es die Möglichkeit, an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Alle weiteren Informationen finden sie hier.

 

Working Poor – prekäre Lebensrealitäten im Fokus

Working Poor, In-Work-Poverty oder auch Arbeit und trotzdem Arm sind Begriffe, die jene Umstände bezeichnen, in denen das Einkommen, das über Erwerbsarbeit generiert wird, nicht ausreicht, um ein tägliches Auskommen zu bestreiten. Gemäß der Definition von Eurostat sind Einzelpersonen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren von Armut bedroht, wenn diese länger als sechs Monate arbeiten und dabei ihr jährliches Äquivalenzeinkommen unter 60 % des nationalen Haushaltsmedianeinkommens liegt. Die aktuelle Armutsgefährdungsschwelle (Mai 2020) liegt laut Armutskonferenz bei 1.286€ monatlich für einen Einpersonenhaushalt. Der Wert erhöht sich um den Faktor 0,5 pro weitere erwachsene Person im Haushalt und um den Faktor 0,3 pro Kind (unter 14 Jahre) im Haushalt.

In Österreich waren 2019 16,9 % der Bevölkerung (1.472.000 Personen) als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet einzustufen. In Tirol waren während des Bemessungszeitraums von 2015 bis 2017 19,7 % der Tiroler*innen betroffen. Die Gründe sind vielfältig und kumulieren sich gehäuft bei Kindern und Jugendlichen aus Ein-Eltern-Haushalten, Familien mit drei und mehr Kindern, Alleinerziehenden, Menschen mit Migrationshintergrund, Erwerbslosen und Personen über 65 Jahren. Vielfach ist Arbeit der entscheidende (sicher nicht ausschließliche) Faktor, welcher Teilhabechancen definiert. Armut ist meist ein Ausdruck vielfältiger Problemlagen im Lebensverlauf, deren Ursprung und Handhabe differieren. Das qualitative Projekt soll unvoreingenommen wie offen den Lebensalltag von Personen, die trotz Arbeit nicht oder kaum genug zum Leben haben, abbilden. Dabei sollen die Betroffenen selbst als Expert*innen für prekäre, herausfordernde Lebenslagen zu Wort kommen. Das Erkennen von Pfadabhängigkeiten, die „in-work-poverty“ bedingen, ist hierbei essenziell, um hemmende bzw. förderliche Strukturen, Kapazitäten und Faktoren zur Beendigung dieses Zustandes zu identifizieren. Schlussendlich wird die Bereitstellung von Anhaltspunkten zur Vermeidung und Beendigung von „in-work-poverty“ angestrebt. Darüber hinaus darf hier ein allgemeiner Blick auf die Auswirkungen der COVID-19-Maßnahmen auf das beschriebene Phänomen nicht zu kurz kommen.

Dementsprechend laden wir dazu ein, mit uns über persönliche Erfahrungen zu dem Thema zu sprechen. Wir sind auf die Unterstützung von Personen angewiesen, die sich in der beschriebenen Situation – trotzt Arbeit kein ausreichendes Einkommen – wiederfinden, weil sie sich aktuell damit konfrontiert sehen oder diese in der Vergangenheit überwunden haben.

Mit April 2021 startet das 12-monatige Projekt und es werden qualitative Interviews mit ehemals wie aktuell Betroffenen und auch beratenden Instanzen geführt. Wer seine Erfahrungen mit uns teilen möchte, soll sich gerne Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Neben den Interviews gibt es die Möglichkeit, an einer Online-Umfrage teilzunehmen. Alle weiteren Informationen finden sie hier.

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Landes Tirol.

 

gesunde.jugend

Herz- und Gefäßerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen weltweit. Klassische Risikofaktoren hierfür sind beispielsweise Übergewicht, erhöhte Blutfette oder Lebensstilfaktoren wie Rauchen oder mangelnde körperlicher Aktivität. Die übergeordnete klinische Studie EVA4YOU beschäftigt sich mit der Häufigkeit und den Ursachen früher Gefäßalterung bei Jugendlichen und hat zum Ziel, (1) Risikofaktoren für Herz- und Gefäßerkrankungen sowie frühe Gefäßalterung bei Jugendlichen zu erheben, (2) Jugendlichen über ein Jahr zu beobachten und (3) die körperliche Aktivität der Jugendlichen zu steigern.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass gesundheitsbezogene Einstellungen und Verhaltensangewohnheiten bereits während des Aufwachsens entwickelt werden und im Erwachsenenalter nur mehr schwer zu beeinflussen sind. Folglich erzielen Interventionen bei Kindern und Jugendlichen einen weitaus größeren Impact, als bei Personen im Erwachsenenalter.

Als Teil der Studie EVA4YOU, begleitet das Forschungsprojekt gesunde.jugend 500 Tiroler Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren über einen Zeitraum von 12 Monaten. Die ersten sechs Monate wird eine wissenschaftliche Gesundheitsintervention, die den Schwerpunkt auf Bewegung legt, durchgeführt. Dafür erhalten die Schüler*innen Fitnesstracker, welche sie über die Dauer von 12 Monaten tragen und welche das Bewegungsverhalten der Jugendlichen aufzeichnen. Gleichzeitig wird geschaut, ob Interventionen in Form von Motivationsmechanismen zu einer Steigerung der Bewegung bei den Jugendliche beitragen. Bei den Basisuntersuchungen und Befragungen zu Beginn der Studie werden zusätzlich ökonomisches Entscheidungsspiele zur Messung von Zeit- und Risikopräferenzen durchgeführt.

Die Langzeitmessung erlaubt die Beobachtung und Erklärung intraindividueller Entwicklungen im Gesundheitsbewusstsein, dem Lebensstil sowie der vaskulären Gesundheit der Jugendlichen. Der Effekt einer kontrollierten Intervention auf die körperliche Aktivität von 500 Teilnehmenden wird mittels quantitativer Methoden evaluiert.

Wissensbasiertes Management von COVID-19: Modellentwicklung Risikomanagement Wintertourismus 2020/21 in Tirol & Vorarlberg

Die zurückliegenden Monate, Wochen und Tage waren und sind von kontroversen Debatten über Risiken, die vom Coronavirus SARS-CoV-2 ausgehen, geprägt. Individuelles wie gesellschaftliches Handeln und Leben müssen entsprechend ausgerichtet werden, was auch für den Bereich Tourismus gilt. Die Bundesländer Tirol und Vorarlberg sind stark vom Tourismus geprägt, gleichzeitig wird er als ein ausschlaggebender Faktor unter anderen für die Entwicklung des Infektionsgeschehens von COVID-19 in Europa diskutiert. Dementsprechend unterlag die Branche bereits im Sommer 2020 besonders in Hinblick auf die anstehende Wintersaison einer genauen Beobachtung im In- und Ausland. Krisenmanagement alleine war zu wenig, um sich für die Wintersaison 2020/21 vorzubereiten. Folglich, waren die Erwartungen und Ansprüche an ein fundiertes Risikomanagement im Tourismus für die Wintersaison 2020/21 mit COVID-19 hoch.

Das Forschungsprojekt „COVID-19 – Risikomanagement Wintertourismus 2020/2021“ folgte mit Projektbeginn im Juli 2020 dem Ansatz, die Vorbereitung des Tiroler und Vorarlberger Tourismus, auf Grundlage bisheriger Erfahrungen und vorhandenen Wissens, in Bezug auf die Handhabung zukünftiger Risiken in Verbindung mit COVID-19 wissenschaftlich zu betrachten und zu evaluieren. Mit Unterstützung der Länder Tirol und Vorarlberg wurde erhoben, ob und inwieweit Entscheidungsträger_innen im Tiroler und Vorarlberger Tourismus bzw. weitere beteiligte Akteure die mit der COVID-19-Ansteckungsgefahr verbundenen Risiken erkennen und im eigenen Umfeld identifizieren, bewerten und schließlich in den Abläufen der eigenen Umgebung berücksichtigen können.

Hierfür kam ein Mixed-Method-Ansatz aus qualitativen und quantitativen Methoden zum Einsatz. Theoretische Grundlage bildeten die aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnisse, Fachliteratur und praktischen Erfahrungen in Form bereits vorliegender Konzepte für das Management von Infektionsrisiken und andere Veröffentlichungen (z. B. Gesetze, Handreichungen aus Ministerien und WKO). Die gesamtsystematische Analyse beinhaltete vorangestellte Fokusgruppen mit touristischen Kernleistungsträger_innen in den Modellregionen St. Anton am Arlberg und Alpbach wie auch den Input der Region Lech-Zürs zu Projektbeginn. Daran anschließend erfolgte eine quantitative (Online-Fragebogen) und qualitative Erhebung (Experteninterviews), um Potenziale, Bedarfe und Herausforderungen zu identifizieren.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse aus der ersten Phase erfolgte mit dem Leitfaden für den Wintertourismus – Wissensbasiertes Management von COVID-19: Modellentwicklung Risikomanagement Wintertourismus. In einem nächsten Schritt wurden die Ergebnisse aus Phase I in Form von konkreten Maßnahmenvorschlägen für ein COVID-19 Risikomanagement im Wintertourismus in eine weitere Online-Erhebung überführt und von einer erweiterten Zielgruppe diskutiert. Die Ergebnisse, Analysen, Methodik, den Erhebungsablauf und abgeleiteten Bedarfe für den Tiroler und Vorarlberger Wintertourismus des gesamten Forschungsprojektes können dem Endbericht Wissensbasiertes Management von COVID-19: Modellentwicklung Risikomanagement Wintertourismus entnommen werden.

Sozialraumorientierte und inklusive Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Grenzregion Bayern - Tirol

In ländlichen Strukturen sind eine bedarfsgerechte Versorgung sowie das Wunsch- und Wahlrecht für Menschen mit Beeinträchtigung in der Regel schwieriger zu realisieren als in städtischen Kontexten. Obwohl in Deutschland und Österreich die gleiche Sprache gesprochen wird und Menschen mittlerweile ganz selbstverständlich in dem einen Land wohnen, in dem anderen Land arbeiten, einkaufen oder ins Krankenhaus gehen, nehmen Menschen mit Beeinträchtigung Teilhabeleistungen schwerpunktmäßig in ihrem jeweiligen Heimatland wahr. Dies liegt neben fehlenden grenzübergreifenden Angeboten auch an mangelnder Kenntnis der Angebotsstrukturen und Zugangsweisen im Nachbarland sowie fehlendem Wissen um persönliche Rechte. Durch das Projekt werden bestehende Angebote und Leistungen im Sozialraum erhoben, durch 5 Fokusgruppen (2 x Betroffene, Angehörige, Institutionen, Politik) und Interviews wird Wissen über die Wahrnehmung von Teilhabeleistungen im Beschäftigungsbereich im Sozialraum, über Hürden und Perspektiven sowie ungedeckte Bedarfe generiert. Durch eine moderierte Großgruppenveranstaltung (Betroffene und Fachleute) wird zusätzliches Wissen generiert und erste Erkenntnisse werden multipliziert. Begleitend wird ein Rechtsgutachten erstellt, das legistische und administrative Barrieren und Möglichkeiten bei der Wahrnehmung grenzüberschreitender Teilhabeangebote aufzeigt. Dabei werden die Erkenntnisse aus den Fokusgruppen und der Großgruppenveranstaltung einbezogen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden zu einer Handlungsempfehlung für weiterführende Angebote für den Sozialraum Grenzregion abgeleitet und für Betroffene und Fachkräfte wie auch für die Sozialpolitik zugänglich gemacht. Dies erfolgt durch eine Broschüre (Fachöffentlichkeit und Sozialpolitik) sowie durch eine Onlineplattform, auf der die Ergebnisse verständlich aufbereitet, Leistungen und Angebote im Sozialraum dargestellt und weitere Informationen dargereicht werden.

 

Interreg

Evaluation des Programms „Gütesiegel Gesunde Schule Tirol“ – TGKK

Das Gütesiegel Gesunde Schule Tirol-Programm (GSCHT) verschreibt sich einem ganzheitlichen Gesundheitsbegriff welcher eine individuelle Verhaltensänderung zugunsten eines gesünderen Lebens bewirken soll. Eine Sensibilisierung des Themas Gesundheit soll bei Kinder und Jugendlichen wie auch bei entscheidungsrelevanten Personen im schulischen Kontext (e.g. Lehrer/Innen) vorangetrieben werden. Die Etablierung Gesundheitsfördernder Strukturen und Prozesse soll eine Stärkung der individuellen Selbstwirksamkeit (Empowerment) und des psychosozialen und physischen Wohlbefindens der Schüler/Innen bewirken. Ziel der Evaluation ist 1) die Umsetzung der Gütesiegel Kriterien in den einzelnen Schulen, 2) den Begleitprozess der Konzipierung und Implementierung und 3) die Wirkung des Programms auf Schüler/Innen zu überprüfen. Dabei kommt ein Mixed-Method Ansatz aus qualitativen und quantitativen Methoden zum Einsatz. Die gesamtsystematische Analyse beinhaltet eine Dokumentenanalyse, Fokusgruppen mit Lehrer/innen und einer Panelerhebung zur Erfassung der Wirksamkeit auf Schüler/innen.

Health Literacy „Die Messung der Gesundheitskompetenz von Kindern“

Gesundheitskompetenz kann in zweierlei Perspektiven in den Blick genommen werden, einerseits als Basis von Gesundheitsförderung bzw. als Fähigkeit, die dabei unterstütz, gesundheitsförderliche Entscheidungen zu treffen, und andererseits auch als Ziel der Gesundheitsförderung. Daten zur Gesundheitskompetenz der Österreicher/Innen liegen derzeit primär für Erwachsene und Jugendliche ab 13 Jahren vor und beziehen sich auf die Ergebnisse der europaweiten HLS-EU Studie. Die Zielgruppe des Projekts umfasst daher Kinder beider Geschlechter in der 4. – 6. Schulstufe (somit im Alter von 9 – 13 Jahren) und ist begrenzt auf das Bundesland Tirol. Durch das Fehlen angemessener Instrumente zur Messung der Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen in der betreffenden Altersgruppe beschäftigt sich der erste Teil des Projekts mit der Konzipierung, Diskussion und Gestaltung eines Erhebungsinstruments. Der zweite Teil umfasst die Durchführung qualitativer Fokusgruppen zur Evaluation und Fundierung des Erhebungsinstruments sowie einer schriftlichen Befragung von ca. 1000 Kindern und Jugendlichen.

Forschungsförderung Caritas 2019

Die Angebote der Caritas sind vielfältig und erstrecken sich über die unmittelbare Hilfe in Notsituationen bis hin zur Unterstützung für Familien, Kinder und Jugendliche sowie für Menschen mit Sucht oder Beeinträchtigungen. Neben den Tätigkeiten in Österreich ist die Caritas auch international aktiv. Diese vielfältigen Tätigkeiten und Angebote der Caritas führen auch dazu, dass sie sich die Organisation dynamischen und facettenreichen Problemstellungen widmet. Gesellschaftliche, soziale, politische wie auch ökonomische Entwicklungen bringen immer wieder neue Herausforderungen mit sich. Nicht immer sind diese in ihren Wirkungen, Zusammenhängen und wechselseitigen Einflüssen offensichtlich. An den Grundauftrag der Caritas anschließend, sich den existenziellen sozialen Herausforderungen anzunehmen, einen Beitrag zur Bildungsarbeit zu leisten und die Vernetzung und Kooperation relevanter Partner/Innen in allen erdenklichen gesellschaftlichen Funktionen voranzutreiben, haben sich das Center for Social and Health Innvoation (CSHI) des Management Centers Innsbruck (MCI) und die Caritas der Diözese Innsbruck auf eine Zusammenarbeit verständigt. Dabei sollen Studierende gefördert werden, die sich aktiv mit Problemstellungen der täglichen Arbeit der Caritas auseinandersetzen wollen. Im Zuge kollaborativer Forschungsprojekte werden aus der täglichen Praxis der Caritas entlehnte Fragestellungen wissenschaftlich ergründet und mögliche Lösungsansätze entwickelt.

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