Ernährungssicherheit in Westafrika stärken: MCI beteiligt sich am Ulysseus-Projekt NEEMA
Wie können europäische Umwelt- und Ernährungspolitiken wie der European Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie so ausgestaltet werden, dass sie die Ernährungssicherheit in besonders sensiblen Weltregionen nicht unbeabsichtigt gefährden? Mit genau dieser Fragestellung befasst sich das europäisch-afrikanische Projekt NEEMA – benannt nach dem Wort für „Nahrung“ in der senegambischen Sprache Fula.
Das im Jahr 2024 gestartete Forschungsprojekt vereint 14 Hochschulen aus Afrika und Europa, darunter auch das Management Center Innsbruck (MCI). Das MCI ist mit seinem Department für Soziale Arbeit maßgeblich an der Entwicklung eines neuen Curriculums zur Ernährungs- und Resilienzbildung beteiligt. Dieses soll gezielt auf die Bedürfnisse westafrikanischer Gesellschaften zugeschnitten werden.
Im Zentrum des Projekts stehen neben der Curriculumentwicklung auch soziale Innovationsansätze sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen wie Genderungleichheit, die eine zentrale Rolle für nachhaltige Ernährungssicherheit spielen. Ziel ist es, die Kapazitäten der Hochschulen in der Region zu stärken, den Wissensaustausch zu fördern und gemeinsam langfristige Lösungen für eine gerechte und nachhaltige Ernährungssicherung zu entwickeln.
„NEEMA ist für uns besonders spannend, weil wir unsere Expertise in sozialer Innovation einbringen können – in einem Projekt, das direkte Wirkung für Menschen in besonders herausgeforderten Regionen entfaltet“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. habil. Belachew Gebrewold vom MCI. „Für unser Department ist es zudem eine wertvolle Gelegenheit, globale Nachhaltigkeitsthemen mit lokalem Handeln zu verbinden.“
Ein zentrales Anliegen von NEEMA ist die intensivierte Zusammenarbeit zwischen afrikanischen und europäischen Hochschulen. Neben der Entwicklung des Curriculums entsteht im Rahmen des Projekts ein regionales Trainings- und Forschungsnetzwerk, das langfristig als Plattform für Austausch, Weiterbildung und gemeinsame Forschung dienen soll.
Das Projekt läuft über einen Zeitraum von 36 Monaten und wird von der Universität Sevilla koordiniert. NEEMA steht exemplarisch für einen neuen, kooperativen Ansatz in der internationalen Hochschulzusammenarbeit – mit dem Ziel, globale Strategien lokal wirksam und gerecht umzusetzen.
Weiterführende Informationen sind auf folgender Website zu finden.
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Förderung der Ernährungssicherheit in Westafrika
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